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Frage zum Gesundheitswesen in Kuba
Zitat von Moskito
sondern beinhaltet auch Hygienestandards, Krankheitsprävention, Seuchenbekämpfung und vor allem die Verfügbarkeit des medizinischen Potentials für jedermann. Und darin sehe ich die Stärken des kubanischen Gesundheitswesens.
GENAU !!!BESONDERS DIE HYGIENESTANDARDS SIND DIE STÄRKEN DES KUBANISCHEN GESUNDHEITSWESENS
Las mich nicht die KLO BILDER vom Hospital "Che Guevara" raussuchen um den Standard zu belegen.
Rennst Du eigentlich immer mit 3,8 % im Turm durch die Hospitäler oder warst Du möglicherweise in noch keinem
MfG El Lobo
In Antwort auf:
sondern beinhaltet auch Hygienestandards, Krankheitsprävention, Seuchenbekämpfung und vor allem die Verfügbarkeit des medizinischen Potentials für jedermann. Und darin sehe ich die Stärken des kubanischen Gesundheitswesens.
Wer jemals in seinem Leben in einem "kranken Haus" in Cuba, speziell im Oriente, behandelt wurde und die dortigen Zustände mit wachen Augen gesehen hat, kann über derartige Ergüsse obiger Aussage nur mit dem Kopf schütteln
Aber wer weiß, zu welcher Zeit er diese Erkenntnisse gewonnen hat.
Yeshin
#78 RE: Frage zum Gesundheitswesen in Kuba
#79 RE: Frage zum Gesundheitswesen in Kuba
Zitat von YeshinYeshin, statt Kopfschütteln und von "Ergüssen" labern, solltest du es mit lesen versuchen ...du hast offensichtlich gar nicht verstanden um was es bei meinem Beitrag ging.
Wer jemals in seinem Leben in einem "kranken Haus" in Cuba, speziell im Oriente, behandelt wurde und die dortigen Zustände mit wachen Augen gesehen hat, kann über derartige Ergüsse obiger Aussage nur mit dem Kopf schütteln
Aber wer weiß, zu welcher Zeit er diese Erkenntnisse gewonnen hat.
Yeshin
In Antwort auf:.
Gesundheitsversorgung beschränkt sich nicht bloß auf den Medikamentenbestand der Apotheken und auf die technische Ausrüstung von Krankenhäusern, sondern beinhaltet auch Hygienestandards, Krankheitsprävention, Seuchenbekämpfung und vor allem die Verfügbarkeit des medizinischen Potentials für jedermann. Und darin sehe ich die Stärken des kubanischen Gesundheitswesens
Nochmal langsam (für Brillenträger ) zum mitschreiben: Es ging bei dem Beitrag um die Faktoren der Gesundheitsvorsorge außerhalb der Apotheken und Krankenhäuser, z.B. Hygienestandards, Krankheitsprävention, Seuchenbekämpfung und vor allem die Verfügbarkeit des medizinischen Potentials für jedermann. Gemeint sind z.B. die Fumigaciones (Prävention, Seuchenbekämpfung), die medizinische Betreuung bei Kleinkindern, Nahrungsergänzung bei Mangelernährung, Hygienekontrollen z.B. in Restaurants, Zugang zu sauberem Trinkwasser, Gesundheitserziehung, leichter Zugriff auf Kondome ...etc
Ich weiss, bei uns ist alles viiiiel besser und in Kuba ist noch viiiiel zu tun und auch die Toiletten stinken oftmals gar schrecklich, es ist aber auch eine Tatsache, dass Kuba eines der wenigen Länder im karibischen Umkreis ist, wo man ohne große Sorge Eis oder Salat essen kann, jederzeit ein Arzt zur Stelle ist und keine Mutter ihr Kind sterben sehen muss, weil sie das Geld für eine Behandlung nicht aufbringen kann. Dass lobos Toiletten stinken, der Verputz in den Krankenhäusern bröckelt, die medizinischen Geräte veraltet sind, Medikamente fehlen, ist bedauerlich, jedoch bloß eine Seite der Realität.
Und nun viel Spaß beim Missverstehen...
#81 RE: Frage zum Gesundheitswesen in Kuba
Zitat von el loco alemánUnd warum schneiden dann die meisten anderen Länder Afrikas und Lateinamerikas schlechter bei diesen Statistiken ab, obwohl dort doch auch das von ela beschriebene "easy living" auf der Tagesordnug steht??In Antwort auf:
Wie sonst wären geringe Kindersterblichkeit und hohe Lebenserwartung der Bevölkerung zu erklären?
salsa, ron y singar
envez de
soledad, estrés y trabajar
Ihr könnt es drehen und wenden wie ihr wollt, könnt euch auf den Kopf stellen und noch so viele argumentative Verrenkungen machen. Am Ende steht die einzig plausible Erklärung: Es ist das (zwar marode, aber immer noch hervorragende) kubanische Gesundheitssystem!!!!!
Viva Fidel!
Ansonsten hat Moskito alles Wesentliche gesagt, was zu dem Thema zu sagen ist......
#82 RE: Frage zum Gesundheitswesen in Kuba
Zitat von Chaval
Es ist das (zwar marode, aber immer noch hervorragende) kubanische Gesundheitssystem!!!!!
Nein! Was marode ist, kann nicht hervorragend sein. Es ist relativ gut im Vergleich zu anderen Dritte-Welt-Staaten, aber ansonsten halt doch höchstens mittelmäßig.
#83 RE: Frage zum Gesundheitswesen in Kuba
#84 RE: Frage zum Gesundheitswesen in Kuba
Zitat von ElHombreBlancoDa der Vergleich zu Westeuropa, den USA und Australien irrelevant ist, kann man die Vokabel "hervorragend" guten Gewissens benutzen, wenn man sich die Anzahl der Staaten auf diesem Planeten anschaut.
Nein! Was marode ist, kann nicht hervorragend sein. Es ist relativ gut im Vergleich zu anderen Dritte-Welt-Staaten, aber ansonsten halt doch höchstens mittelmäßig.
Aus unserer Perspektive ist es mittelmäßig, klar.
Aber für die Kubaner ist unsere Betrachtungsweise schlichtweg unerheblich (sollte sie zumindest sein, wenn sie auch nur ein bisschen Grips in der Birne haben). Für sie ist es interessanter, wie der durchschnittliche Argentinier, Brasilianer, Peruaner und Mittelamerikaner das bewertet.
In Antwort auf:
Yeshin, statt Kopfschütteln und von "Ergüssen" labern, solltest du es mit lesen versuchen ...du hast offensichtlich gar nicht verstanden um was es bei meinem Beitrag ging.
Moskito, vielen Dank, daß Du meinen Beitrag gelesen hast, schließlich habe ich ja auch Deinen gelesen (sogar mit Brille auf ). Ich weiß nicht, was Du bei Deinen Cuba-Besuchen immer vor den Augen hattest, vielleicht leere Tütensuppen-Schachteln. Gehe doch bitte mal bei Deinem nächsten Cuba-Besuch (sofern er denn jemals stattfinden sollte) im Oriente über einen Peso-Markt. Derartige Märkte werden üblicherweise außerhalb von Apotheken und Krankenhäusern abgehalten. Danach können wir dann gerne über die von Dir angesprochenen Hygienestandards und Präventationen diskutieren. Und ebenfalls über die Verfügbarkeit des medizinischen Personals für jedermann. Das zum Thema labern , aber in Deiner Dir eigenen Eigenschaft als Oberlehrer war das auch nicht anders zu erwarten.
Yeshin
#86 RE: Frage zum Gesundheitswesen in Kuba
Michael Moore hält wohl große Stücke auf das kubanische Gesundheitssystem:
http://www.nypost.com/seven/04152007/new...anon_fisher.htm
Der Dokumentarfilm wird nächsten Monat in Cannes vorgestellt.
Das steht bereits hier:
https://www.kubaforen.de/t516435f11718482...eitssystem.html
Don Olafio
Zitat von YeshinOberlehrer hin oder her, Moskito hat Recht!
Gehe doch bitte mal bei Deinem nächsten Cuba-Besuch (sofern er denn jemals stattfinden sollte) im Oriente über einen Peso-Markt. Derartige Märkte werden üblicherweise außerhalb von Apotheken und Krankenhäusern abgehalten. Danach können wir dann gerne über die von Dir angesprochenen Hygienestandards und Präventationen diskutieren. Und ebenfalls über die Verfügbarkeit des medizinischen Personals für jedermann. Das zum Thema labern , aber in Deiner Dir eigenen Eigenschaft als Oberlehrer war das auch nicht anders zu erwarten.
Yeshin
Vor allem ist er aufgrund seiner Kenntnis anderer Entwicklungsländer in der Lage, das kubanische Gesundheitssystem trotz seiner Defizite richtig einzuordnen.
Deshalb bleibt bestehen: Die meisten Menschen auf dieser Welt könnten sich glücklich schätzen, ein Gesundheitssystem wie das kubanische in Anspruch nehmen zu können.
Diese Tatsache kann man auch nicht durch noch so viele Hinweise auf vollschissene Klos, dicke Nadeln zum Wundnähen, fehlendes Bettzeug, fehlende Medikamente etc. etc. zerreden!!
All das ist schön und gut und auch zutreffend, aber es vernebelt den Blick auf das Ganze.
[quote]aber es vernebelt den Blick auf das Ganze./quote]
Eben. Genau das zeichnet Euch Laber-heinis aus. Das Thema hier ist Cuba und nicht irgend ein anderes beschissenes Land, oder befinde ich mich im falschen Forum ? Wir reden über Cuba und nicht über Vergleiche mit anderen Ländern.
Na ja, Moskito hat immer Recht, er hat ja auch zigmal die Isla besucht und treue Hunde wie Chaval kleben ihm halt an den Fersen
Ich wünsche wirklich niemanden irgendwas Schlechtes, aber wer wirklich mal unter bedrohlichen Maßnahmen ein kubanisches Krankensystem aufsuche musste, viel Glück
Yeshin
Zitat von Yeshin
[quote]aber es vernebelt den Blick auf das Ganze./quote]
Eben. Genau das zeichnet Euch Laber-heinis aus. Das Thema hier ist Cuba und nicht irgend ein anderes beschissenes Land, oder befinde ich mich im falschen Forum ? Wir reden über Cuba und nicht über Vergleiche mit anderen Ländern.
Bewerten setzt nun einmal Vergleichen voraus. Und nach einer Bewertung wurde ja wohl in der Threaderöffnung gefragt, nicht wahr?
Don Olafio
In Antwort auf:
Hallo Ihr Lieben,
wer von Euch hat persönliche Erfahrungen mit dem kubanischen Gesundheitswesen gemacht und ist bereit etwas darüber zu berichten? Vielleicht habt Ihr auch Freunde/Familie von deren Erlebnissen Ihr erzählen könntet.
Man hört ja sehr unterschiedliches, zum einen wird das Gesundheitssysthem in Kuba in den höchsten Tönen gelobt, aber es gibt auch ganz gegenteilige Andeutungen.
Und es sind meist wirklich nur Andeutungen, also nichts konkretes.
Vergleichen mit was wer von Euch hat persönliche Erfahrungen gemacht
Über nichts anderes habe ich geschrieben.
Yeshin
Zitat von Yeshin
Vergleichen mit was wer von Euch hat persönliche Erfahrungen gemacht
Über nichts anderes habe ich geschrieben.
Yeshin
Die persönlichen Erlebnisse des Einen oder Anderen sind das eine - die können von hypergut bis saumiserabel sein. Angehörige des sogenannten "Berliner Todesengels" zum Beispiel, jener Krankenschwester, die an der Charité mehrere Menschen totgespritzt hat, werden halt eine ganz spezifische Sicht auf das deutsche Gesundheitswesen haben - ob das aber auch im Ganzen zutreffend ist... - also ist neben den persönlichen Erlebnissen eben noch eine umfassendere Betrachtung nötig, um zu einer halbwegs realistischen Einschätzung zu kommen.
Don Olafio
DO, ich schätze Deine ausgewogenen Beiträge sehr, aber das hindert mich doch nicht, das allgemein über den grünen Klee gelobte kubanische Gesundheitssystem anzuzweifeln, ungeachet meiner persönlichen und in der Tat saumiserablen Erlebnisse. Ich streite in diesem Zusammenhang auch nicht den Stellenwert des cubanischen Gesundheitssystem im direkten Vergleich zu anderen Latein-Amerikanischen-Ländern ab, aber in einer direkten Bewertung auf das bezogene Land, und in diesem Fall ist es nun einmal Cuba,daraufhin bezog sich meine Kritik. Und diese Kritik richtet sich nicht, ich betone das, auf das cubanische Gesundheitssystem, ich weiß sehr wohl, das die dortigen Ärzte und Verantwortlichen alles in ihrer Macht stehende machem, um den Menschen zu helfen, auch wenn es an allen Ecken und Enden hapert. Mich stört vor allem in diesem Zusammenhang, das einige member das offenbar nicht wahrhaben wollen oder können bzw. die Realität nicht erkennen. Ich zweifel außerdem an, daß intellektuell über uns stehende member (Ähnlichkeiten mit Mücke sind rein zufällig ), die offenbar noch nie in einem cubanischen Krankenhaus behandelt wurden, immer noch die gleiche Auffassung vertreten, wie hier im Forum beschrieben. Mag ja sein, daß die in Mückes Beitrag beschriebenen Ansätze zu einer cubanischen Gesundheitsreform zutreffen, aber m.M. nach sind das Ansätze, die noch in den Kinderschuhen stecken und in keinster Weise der Aktualität entsprechen. Ich hoffe, mich nun etwas verständlicher ausgedrückt zu haben.
Schönen Abend noch,
Yeshin
In Antwort auf:
Vergleichen mit was wer von Euch hat persönliche Erfahrungen gemacht
@Yeshin
Habe da auch unterschiedliche Erfahrungen gemacht, hatte sie schon mal durchgegeben was mit meiner Frau und meiner Schwägerin passierte, das waren dann eben Cubis, nicht zu vergleichen mit den Yumis, die werden immer bevorzugt behandelt. Was da mit den Cubis abgeht, nein danke, was da mit dem Cubanischen Volk abläuft, ist sehr weit weg vom Guten und Bösen, das ist schon Kriminell, würde sogar weiter gehen und behaupten das sei Gemein-Gefährlich. Ich war gezwungener Massen auch im Krankenhaus als Patient, auch beim Zahnarzt, liess aber so schnell wie möglich einen Aids Test machen.
#96 RE: Frage zum Gesundheitswesen in Kuba
Nur ein Yumi mit Kreditkarte oder ausreichend Fulas
wird bevorzugt behandelt,eine lukrative Einnahmequelle
mittlerweile,ein Tag Krankenhausaufenthalt( camaguey )
plus 100km Transport 1200 cuc.
Vor 6 Jahren hatte ich eine Zahnwurzelbehandlung
umsonst.
Aber wie sieht es bei uns aus?wenn du keine
Krankenversicherrung hast?
Bist auch nur noch die Hälfte wert,wenn überhaupt!!!
Meine persönliche Betreung im hospital war hervorragend,
wurde im Rollstuhl von einer guapa von einem Arzt zum
nächsten geschoben,obwohl ich gehfähig war.
Über das cubanische Gesundheitswesen zururteilen stet mir nicht zu!
#97 RE: Frage zum Gesundheitswesen in Kuba
In Antwort auf:So isses. Allerdings scheint dies manch einen intellektuell zu überfordern. Darüber hinaus lese ich auch gerne persönliche Erfahrungsberichte, die gerade durch ihre Subjektivität ein interessantes Bild des IST-Zustandes zeichnen, ohne das man ihnen deshalb gleich den Status allgemeingültiger Wahrheiten verleihen müsste.
- also ist neben den persönlichen Erlebnissen eben noch eine umfassendere Betrachtung nötig, um zu einer halbwegs realistischen Einschätzung zu kommen.
Wie schon gesagt, sollte man bei der Beurteilung des kubanischen Gesundheitssystems nicht bloß auf die sicherlich verbesserungswürdigen Zustände in den Krankenhäusern oder auf das Fehlen von Medikamenten in den Apotheken achten, sondern ebenfalls die positiven Seiten, wie z.B. die hohe Ärztedichte, die Gesundheitsvorsorge und die Verfügbarkeit des medizinischen Potentials für ALLE mit einbeziehen, durchaus keine Selbstverständlichkeiten im lateinamerikanischen Raum.
Wir haben in unserer Familie zwei chronische Patienten, bei dem einen kommt es hin und wieder zu einer Notsituation, beim anderen waren monatelange Therapien nötig, um eine akzeptable Lebensqualität wieder herzustellen. In beiden Fällen leisteten die betreuenden Ärzte und das Hospital hervorragende Arbeit. Ich bin sicher, in D. wären sie nicht besser behandelt worden und das ohne die geringsten Kosten. Beide Patienten wären ohne intensive medizinische Betreuung mit ziemlicher Sicherheit bereits tot.
Wäre es nicht sehr arrogant, würde ich das kubanische Gesundheitssystem tatsächlich am Zustand der Krankenhaustoiletten messen?
Erlebnisbericht 1
Vor ca. 1 Jahr sind bei einer Cubanerin beide Schneidezähne abgebrochen. Nach 4 Monaten und ca. 10 Artzbesuchen hatte sie neue Zähne, die besser aussahen als die Alten. Zu einer Behandlung habe ich sie gefahren und konnte durch die Türritze beobachten
im Behandlungszimmer wurden 3 Patienten durch 2 Zahnärzte gleichzeitig behandelt. Das Aussehen der Behandlungsstühle und das Geräusch der Bohrer weckte bei mir finstere Kindheitserinnerungen. Desweiteren konnte ich im Nebenraum beobachten, wie Instrumente sterilisiert wurden. Ich hatte den Eindruck, sie würden durch heißes Wasser gezogen und anschließend in Packpapier eingewickelt. Ich bin mir auch nicht sicher, ob die Spritzen im Behandlungszimmer nicht für alle drei Patienten gebraucht wurden.
Jetzt, nach ca. 1 Jahr ist die Patientin beschwerdefrei und glücklich mit ihren neuen Zähnen. Eine tötliche Krankheit ist auch nicht nachgefolgt.
Kosten für die Zähne 30 CUC und pro Betäubungsspritze 5 CUC, sonst nichts.
Mit der Behandlung und ihren Umständen war die Cubanerin total zufrieden; wenn ich mir vorstelle, eine solche Zahnbehandlung zu ertragen, bricht mir der kalte Schweiß aus.
Aber wir sind ja auch Warmduscher.
Erlebnisbericht 2
In einem Dorf ca. 50 km entfernt von Havanna bricht abends um 9:00 großes Geschrei los. Ich hab nur soviel verstanden, dass irgendwo im Feld ein Verlezter liegt. Das einzige Auto im Dorf hatte ich, also ab in die Wildnis. Uns kam schon ein Trecker mit dem Verlezten entgegen, ein Fuß stand rechtwinklig zum Körper ab, also ab in die nächste Polyklinik. In dem Ort war Stromausfall, die Polyklinik aber hatte einen Generator. Die Notaufnahme war zur Straße hin offen und alle Nachbarn sahen zu. Die Wunde wurde nicht groß behandelt, da der Arzt dies für zu gefährlich ansah. Es müsse ein Krankenwagen gerufen werden. Ich sah mich schon mit dem Verletzten und seiner ganzen Familie auf dem Weg nach Havanna. Aber nein, nach einer knappen halben Stunde kam die Ambulancia und brachte den Verletzten, der inzwischen mit Tropf und Nasenschläuchen versehen ruhig gestellt war, mitsamt der Familie nach Havanna.
Am nächsten Tag hörte ich, das der Patient noch in der Nacht operiert wurde.
Absolut bewundernwert fand ich die Ruhe und Gelassenheit des medizinischen Personals in der Polyklinik, mit der sie sich dem Patienten wie auch den Angehörigen angenommen haben.
Gut, wiederum, wenn ich mir vorstelle, mir käme eine medizinische Erstbehandlung bei offener Wunde halb auf der Straße zu und anschließendem Transport in einem ziemlich unsterilen Krankenwagen umgeben von einer Horte aufgeregter Menschen, wünsche ich mir wieder, dass mir das nicht wiederfahren möge.
kleiner, rein persönlicher erfahrungsbericht:
meine freundin hatte ein "ziehen" im bereich der typisch weiblichen technik.
der arzt entfernte darauf die medusa (spirale). da sich der zustand nicht besserte, wurde nochmals kontrolliert.
man fand überaschenderweise noch eine andere halbe spirale, die mal nicht komplett ausgebaut wurde.
kann, denke ich, überall passieren.
2. fall: eine ca. 30 jährige verwandte wurde an der bandscheibe operiert. ich war sehr überrascht, sie am selben abend noch im haus zu sehen. man hatte sie nach hause geschickt, da im krankenhaus zu viele bakterien waren.
(war letztes jahr zur denque-fieber zeit).
3. fall: nach mehrmaligem anlauf war eine ultraschalluntersuchung möglich. einmal kein strom, dann ultraschallgerät defekt, dann gerät nicht da.
das ist eher cubatypisch
4. fall: einer mir sehr nahestehenden jungen dame wurde von einem besoffenen lkw-fahrer der fuß an der bordsteinkante zur hälfte abgequetscht. der ober- und unteschenkel sowie etwas an der hüfte war gebrochen.
der oberschenkel wurde genagelt, der halbe fuß mit plastic aufgebaut und angenäht.
von 17 bis 19, ganze 2 jahre, verbrachte sie im rollstuhl. danach tanzte sie eineinhalb jahre bis sie 21 war, im tropicana.
das finde ich auch eine tolle ärztliche leistung.
aber auch in deutschland gehe ich lieber als privatpatient in eine artos-klinik wie als kassenpatient in ein städtisches krankenhaus aus den 30er jahren.
gruß
#100 RE: Frage zum Gesundheitswesen in Kuba
http://www.nypost.com/seven/04152007/new...anon_fisher.htm
Der Dokumentarfilm wird nächsten Monat in Cannes vorgestellt.
joana, 20.04.2007 13:18"
die frage ist blos was man michael moore zu halten hat im aktuellen stern ist auch ein schöner artikel über ihn drin
http://www.zeit.de/online/2007/16/michae...-dissent?page=2
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